Shanty-Chor Cuxhaven

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...der etwas andere Shanty-Chor

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Shantys, russische Weisen und Seemannsgarn

CUXHAVEN. Russische Schlaflieder und zünftige Shantys: Ein kontrastreiches Programm boten Freitagabend die Döser Liedertafel "Nordstern" und der Shanty-Chor Cuxhaven in der Döser Kugelbake-Halle.

Der Abend stand unter dem Titel "Drei Strich Steuerbord". Das gleichnamige Lied stellte der Shanty-Chor auch gleich vor. "Drei Strich Steuerbord, da liegt Cuxhaven".

Ein ganz anderes musikalisches Erlebnis bot der Chor nach der Pause mit russischen Liedern, teilweise aus der Kosakischen Steppe. "Die waren als Reitervolk bekannt, aber sie hatten ja auch Kinder, denen sie Gute-Nacht-Lieder sangen", erzählte Hohmeister. "Lieder sind da, um Freude zu bereiten."

Mit viel guter Laune heimsten sich die Jungs vom Shanty-Chor unter der Leitung von Udo Brozio dann einen großen Applaus ein. Peter Mordhorst führte als Moderator durch den gesamten Abend, bei dem nicht nur Lieder für Unterhaltung sorgten.

Als Spaßnummer für die Gäste, darunter viele begeisterte Shanty-Fan-Urlauber, hatte Günter Brosowksi, erster Vorsitzender des Shanty-Chores, den Kapitän Helmut Brüning zu einem "Interview" eingeladen. Der alte Seebär plauderte aus dem Nähkästchen, und es war bestimmt einiges Seemannsgarn dabei!

Cuxhavener Nachrichten, Petra Hübel, 27.10.2010

Döser Liedertafel
Shanty-Chor Cuxhaven
Shanty-Chor auf Reisen nach Groningen

Tolle Organisation, tolles Frühstück, tolle Stadtbesichtigung und tolles Spargelessen. Auf den Nenner gebracht, die Fahrt des Shanty–Chores mit Ehefrau oder Lebensabschnittsgefährtin ins holländische Groningen war großartig.

In den frühen Morgenstunden des 15.05.2010 startete der Maass–Bus und fuhr nach Unterquerung der Weser (Wesertunnel) und dem Passieren des Oldenburger Landes in die fast 1.000 Jahre alte Stadt Groningen.

Auf dem Wege dorthin spendierte uns Hannes Messmer ein wohlschmeckendes, kalorienreiches Frühstück. Nach unserer Stadtbesichtigung war freies Jagen angesagt. Es bildeten sich mehrere Grüppchen, die zielstrebig die Fußgängerzonen mit den zahlreichen Geschäften unsicher machten. Aber auch einige Lokalitäten verzeichneten an diesem Tage einen erhöhten Bierkonsum.

Als der Bus dann am späten Nachmittag wieder in Richtung Cuxhaven gelenkt wurde, sah man einige glückliche Frauengesichter (das Einkaufen hatte sich wohl gelohnt), aber auch unbewegliche Männergesichter (war das letzte Bier wohl schlecht?!?).

Auf jeden Fall kam wieder Freude auf, als in einem Restaurant zwischen Oldenburg und Brake das große Spargelessen stattfand. Die Spargelgegner begnügten sich mit fleischigen Utensilien.

Bernd Porrio hatte das Essen organisiert. Für ihn gab es Sonderapplaus. Natürlich auch für Günter Brosowsky, der diese Fahrt meisterhaft organisierte.

Ach ja – gesungen wurde auch! So leicht war es aber nicht, als die Männer des Shanty–Chores mit spargel- und fleischaufgeblähten Bäuchen noch einige "Dankeslieder" für das Restaurantpersonal sangen.

Ein Dank auch an Wilhelm Mayensohn, der eindrucksvolle und herrliche Fotos mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera schoss.

Resümee: Die Fahrt vermittelte mal wieder ein schönes "Wir-Gefühl" und "Sowat mook wi nochmool!"

Shanty-Chor Cuxhaven, 15.07.2010

700 Jahre Leuchtturm Neuwerk - Turmjubiläum

NEUWERK. Kaiserwetter beim Besuch von Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust auf Neuwerk. Er besuchte die Insel, die zum Bezirk Hamburg-Mitte gehört, da das älteste Bauwerk der Freien und Hansestadt Hamburg, der Neuwerker Turm, das 700-jährige Jubiläum feierte.

Insel-Obmann Volker Griebel und sein fleißiges Helferteam hatten sich alle erdenkliche Mühe gegeben, um den Besuch zu einem großen Erfolg werden zu lassen. Und dies gelang. Ein riesiges Festzelt mit umfangreicher Technik war aufgebaut worden, Neuwerk mit Hamburger Flaggen geschmückt.

Als sich am frühen Sonnabendmorgen die ersten Wattwagen und Trecker auf den Weg zur Insel machten, schien es noch, als hätte der Wettergott kein Einsehen mit dem Jubiläum. Doch als sich die "Flipper" Neuwerk näherte, riss die Wolkendecke auf und strahlender Sonnenschein begleitete die Ankunft von Ole von Beust. Dieser wurde von Insel-Obmann Volker Griebel in Empfang genommen und lauschte dabei auch der musikalischen Begrüßung durch den Shanty-Chor Cuxhaven unter Leitung von Udo Brozio.

Per Wattwagen ging es dann zunächst zum Neuwerker Turm. Ole von Beust erwies sich als sportlich. Eh leger gekleidet nahm er die 138 Stufen mit einer Leichtigkeit, die viele andere nicht zeigten, vor allem die begleitende Schar der Medienvertreter. In rund 35 Metern Höhe genoss der Erste Bürgermeister den wunderschönen Ausblick über "seine" Insel und fachsimpelte mit Insel-Obmann Volker Griebel. Danach ging es ins gut besuchte Festzelt, wo rund 600 Gäste auf ihn warteten. Unter großem Applaus betrat Ole von Beust das Zelt. Er wurde übrigens von dem Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Lutz Mohaupt, der in Cuxhaven aufwuchs und später langjähriger Hauptpastor an St. Jacobi in Hamburg war, begleitet.

In Vertretung des Cuxhavener Oberbürgermeisters war auch Bürgermeister Bernd Jothe zum Jubiläum auf die Insel vor dem Nordseeheilbad gereist. Es folgte der große Auftritt des Shanty-Chores Cuxhaven, der Verstärkung erhielt. Lüder Griebel stimmte, begleitet von dem Shanty-Chor Cuxhaven, das Lied "Einmal Neuwerk noch seh'n..." lautstark an. Das Publikum sang begeistert mit.

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust ließ es sich dann nicht nehmen, in seiner Rede auch auf das Nordseeheilbad einzugehen. "Bei diesem tollen Shanty-Chor muss ich feststellen, dass Cuxhaven ja bis 1937 zu Hamburg gehörte. Wenn ich heute diesen Chor höre, muss ich sagen, dass es schade ist, dass wir Cuxhaven an Niedersachsen abgegeben haben." Tosender Applaus... Ole von Beust freute sich, bei dieser "großartigen Jubiläumsfeier dabei sein zu können." "Der Neuwerker Turm hat Schiffen, die in Schwierigkeiten geraten sind, geholfen, in dem er den richtigen Weg zum Hamburger Hafen wies. Seine Symbolkraft strahlt auch heute noch. Denn er war auch ein Wehrturm. Dadurch sollte den Piraten gezeigt werden, dass die Insel gut gerüstet ist und ja niemand Hamburg schaden soll. Diese Bedeutung hat er heute auch noch. Bei Bedrohung stehen Hamburg und Neuwerk Seite an Seite, er zeigt die Verbundenheit zwischen Neuwerk, Hamburg und Norddeutschland. Neuwerk, das sage ich auch den Blankenesern und anderen, ist der schönste Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg!" Und wieder brandete großer Applaus auf.

Klaus Janke, Leiter der Nationalparkverwaltung und Inselobmann Volker Griebel begleiteten anschließend Ole von Beust zum Polizeihubschrauber, der den Ersten Bürgermeister zurück nach Hamburg brachte. Das Fest war damit lange nicht vorbei. Der Shanty-Chor Cuxhaven spielte auf, eine Jazz-Combo unterhielt das Publikum vom Feinsten und die Band "Decoy" sorgte am Abend für die zünftige musikalische Unterhaltung.

Alles in allem ein würdiger Rahmen eines stolzen Jubiläums - auch dank des großartigen Einsatzes der Neuwerker selbst.

Cuxhavener Nachrichten, Herwig v. Witthohn, 13.06.2010

Turmjubiläum auf Neuwerk
Brozio: Die schönste aller bisherigen Ehrungen

Chorleiter für vierzigjähriges Engagement mit Medaille "100 Jahre Stadt Cuxhaven" geehrt / Dank gilt vor allem seiner Frau

CUXHAVEN. Einen Chorleiter stellt sich jeder gemeinhin als einen Mann vor, der mit dem Taktstock in der Hand und dem Rücken zum Publikum für die richtigen Einsätze bei den Sängern sorgt. Nicht so Udo Brozio. Der Leiter des Shanty-Chor Cuxhaven ist der Mann mit dem Schifferklavier, der zwar den Einsatz und den richtigen Ton vorgibt, aber dann kräftig mitsingt und darin aufgeht.

Vergangenen Dienstag wurde Udo Brozio von OB Arno Stabbert mit der Ehren-Medaille "100 Jahre Stadt Cuxhaven" für sein nunmehr vierzigjähriges musikalisches Engagement ausgezeichnet.
"Das macht Spaß", sagt Stabbert nach dem Eröffnungsständchen des Shanty-Chores. Denn die Kollegen und Freunde von Udo Brozio waren ins Schloss Ritzebüttel gekommen, um ihren "Antreiber" zu feiern.

"Udo Brozio hat dazu beigetragen, dass das maritime Liedgut von Cuxhaven in die Welt hinausgetragen wird", so Stabbert in seiner Laudatio. Doch nicht nur das. Mit seinem Engagement als Chorleiter des Altenwalder Kinder- und Jugendchores (1978-1993) trug er maßgeblich dazu bei, die Jüngeren an die Schönheit der Musik heranzuführen, aber vor allem zu motivieren und zu begeistern. Der Jugendarbeit ist er bis heute treu geblieben.

Darüber hinaus ist Udo Brozio in zahlreichen Vereinen Mitglied und "prägt damit das Bild der Stadt", so Stabbert. Deshalb sei es ihm "eine besondere Freude", Udo Brozio diese Medaille zu überreichen.

Es ist erst die zweite von insgesamt 200 Stück, die bisher vergeben wurde.
"Ich habe zwar schon einige Auszeichnungen bekommen, aber diese ist die schönste, weil ich sie von meiner Stadt bekomme", sagt der 61-jährige freudestrahlend in seiner Rede. Der gebürtige Ostener richtete einen besonderen Dank an seine Frau Inge, die ihn oft motiviert und stets unterstützt habe.

Die Auszeichnung sei für ihn "Ansporn und Verpflichtung weiterzumachen". Und mit dem Shanty-Chor, den er seit zwölf Jahren leitet und vorher bereits mit der Gitarre und stimmlich bereicherte, wird es wohl noch viele weitere Auftritte geben. Die Männer seien "eine ganz tolle Truppe" und aufgrund des "jugendlichen Durchschnittsalters von 60 Jahren" könne man "noch locker ein paar Jahre weitermachen".

Cuxhavener Nachrichten, sol, 10.06.2010


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