Shanty-Chor Cuxhaven

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...der etwas andere Shanty-Chor

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Drei Strich an Steuerbord - Shanty-Chor präsentierte buntes Programm

Traditionsveranstaltung in der Kugelbakehalle

Zu Impressionen mit Geschichten und Klönschnacks aus unserer Stadt lud der Shanty-Chor Cuxhaven vergangene Woche in die Kugelbakehalle ein. "Drei Strich an Steuerbord" hieß die schon zur Tradition gewordene Veranstaltung, an der bemerkenswerte Gäste teilnahmen.

Chorleiter Udo Brozio gelang es, mit Liedern wie "Ich liebe die Nordsee", "Mein Cuxhaven" und das "Ave Maria der Meere" einen passenden musikalischen Rahmen zu schaffen.

Brozio selbst trug die Richard-Germer-Version vom "Hafenunterricht" vor, ein Lied mit humorvollem Inhalt, das die Zuschauer zum Mitklatschen animierte. Britta Quaiser, in der Cuxhavener Musikszene ein Begriff, begeisterte mit bekannten Musical-Melodien. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Dieter Watermann, der, begleitet von Gustav Ribbe, das Wolgalied und Granada vortrug. Auch hier war das Publikum angetan und spendete viel Beifall.

Unternehmer Ferdinand Lühmann, der 1978 zusammen mit Gustav Hebold, Dr. Hans-Heinrich Eilers und Johann Voss die Cuxhavener Hafenwirtschaftsgemeinschaft gründete, sprach in einem Interview mit Günter Brosowsky über den Wandel des Cuxhavener Hafenbildes. Die Prognose sieht er positiv, ließ aber nicht unerwähnt, dass auch weiterhin die Zusammenarbeit mit Hamburg für Cuxhaven sehr wichtig sei.

Ein weiterer Gesprächspartner auf der Bühne der Kugelbakehalle war der 2. Vorsitzende von "Sport in Cuxhaven e.V." und Vorsitzender der Kegler-Vereinigung, Bernd Zimmermann.

Er hob hervor, dass über 20.000 Einwohner unserer Stadt in einem Sportverein organisiert seien und wies darauf hin, dass trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung dem Sport positiv gegenüberstünden.

Zimmermann, zweimaliger Deutscher Meister im Sportkegeln, gab im Anschluss Tipps zu sportlichen Angeboten für Urlauber und für die ältere Generation.

Der Shanty-Chor Cuxhaven schloss den gelungenen Abend mit dem Ohrwurm "Eleni" ab, der auf griechisch präsentiert wurde. Für alle Gäste war es ein amüsanter Abend.

Cuxhavener Nachrichten, ja, 20.10.2009

CN-Artikel
Der Shanty-Chor reiste zu einem Gastkonzert beim MGV Sängerbund in Ergste

Am 26.09.2009 reiste der Shanty-Chor Cuxhaven nach Ergste um die langjährige Freundschaft mit dem MGV Sängerbund zu pflegen und gab ein Gastkonzert in der ausverkauften Turnhalle der Evangelischen Grundschule in Ergste.

Ein Dankeschön an unsere Gesangsfreunde für die Gastfreundschaft sei uns an dieser Stelle erlaubt.

Shanty-Chor Cuxhaven, 26.09.2009

Cuxhavener Nachrichten, 09.10.2009
Ruhrnachrichten, 29.09.2009
Westfälische Rundschau, 29.09.2009
Maritime Klänge im festlichen Döser Kirchenschiff

Shanty-Chor unterstrich seine Vielseitigkeit mit musikalischer Reise über Sea-Songs und Arbeitslieder

Back to the roots - zurück zu den Wurzeln - hieß es für den Shanty-Chor Cuxhaven, als man traditionell zum Januar-Konzert in die Döser St. Gertrud-Kirche eingeladen hatte.

Nur 100 Meter entfernt stand nämlich die Wiege des imposanten Chores, der 1968 bei Hinni Nagel in seinem Gasthof "Zur Linde", dort wo heute die Sparkasse ihr Gebäude hat, von acht Sängern der Döser Liedertafel unter dem Namen "Seelords" gegründet worden war.

Trotz des überraschenden Wintereinbruchs waren fast 400 Zuhörer am Freitagabend in die St. Gertrud-Kirche gekommen, um sich an einer bunten Mixtur aus Shanties, Sea-Songs, Gospels und Spirituals zu erfreuen.

"Bei diesen Gesangsformen ist der maritime Bezug unverkennbar", erklärte Chorleiter und Akkordeonist Udo Brozio, "denn mit call and response, Ruf und Antwort, sind Spirituals und Shanties gleichermaßen aufgebaut."

Die Zuhörer waren begeistert und spendeten nicht nur Applaus, sondern auch Geld für die Seemannsmission Cuxhaven bei der anschließenden Kollekte.

In einem Kirchenschiff aufzutreten, das ist für den Shanty-Chor immer ein Ereignis der besonderen Art. Erstmals hatte man bei einem Konzert im Dom der dänischen Hafenstadt Nyborg die einmalige Atmosphäre und Akustik von Kirchenhäusern erkannt und sich gefragt: "Warum sollte man dies nicht auch vor der eigenen Haustür nutzen?"

Gesagt, getan, in Döse jetzt bereits zum siebten Mal.

"Lobe den Herren, den mächtigen Herrscher der Meere", hallte es in der voll besetzten Kirche, als Chor und Gäste zum Auftakt gemeinsam das Gemeindelied in der maritimen Fassung sangen. Danach hieß es "Leinen los", stimmungsvolle Seemanns- und Arbeitslieder folgten.

Neu im Repertoire präsentierte der Shanty-Chor eindrucksvoll den sentimentalen Song "Saturday Night at Sea", was eine weitere Gelegenheit war, die stimmliche Qualität der Chorsolisten zu demonstrieren. Nach dem Song "Five o'clock in the Morning" führte der musikalische Weg schließlich zurück an Land, wo auf den Sklavenfarmen das "Swing Low, Sweet Chariot" erklang.

Cuxhavener Nachrichten, 27.01.2009

St. Gertrud-Kirche
Musikalisch auf dem richtigen Dampfer

Fernweh wäre eine plausible Erklärung. Erwarten könnte man auch ein Statement wie: "Wir singen aus Verbundenheit mit unserer maritimen Heimat". Doch die Antwort auf die Frage, warum landauf, landab immer neue Shanty-Chöre aus dem Boden sprießen, fällt viel nüchterner aus: "Zum großen Teil ist das eine Überlebensstrategie für Männerchöre", sagt Jens-Otto Meyn.

Meyn muss es wissen, als Vorsitzender eines der dienstältesten Chorgemeinschaften dieses Genres: Vor 40 Jahren wurde der "Shanty-Chor Cuxhaven e.V." gegründet. Damals allerdings noch nicht als Verein. Und noch unter anderem Namen. "Die Seelords" tauften sich acht Sänger der Döser Liedertafel "Nordstern", die anno 1968 beim Tanz in den Mai mit einem ganz besonderen Repertoire auf Begeisterung stießen.
Auf Seemannslieder und auch auf ein paar echte Shantys hatte sich das Oktett gestürzt und damit nicht nur das heimische Publikum elektrisiert. Die Kurverwaltung buchte die Formation fortan für Kurgastkonzerte, auch noch, als sich die "Seelords" in "Döser Shanty-Chor" und ab 1974 in "Shanty-Chor Cuxhaven" umbenannt hatten.

Dem Thema "Seefahrt" hatten sich seinerzeit in musikalischer Hinsicht Leute wie Freddy Quinn verschrieben. Es gab das "Hamburger Hafenkonzert" und Hans Albers "Reeperbahn" war natürlich auch längst ein Gassenhauer. Doch das ausschließlich maritimes Liedgut für mehrstimmigen Chorgesang arrangiert wurde, war damals relativ neu, erinnert sich Bass-Sänger Peter Mordhorst.

Der "Shanty-Chor Cuxhaven" als Vorreiter und Orientierungsmodell für zahlreiche Männergesangsgruppen - nicht nur in der Küstenregion, sondern sogar im Bayrischen Wald (ja, auch dort singt man Shantys). "Ich glaube, dass wir diese Welle zumindest mit ausgelöst haben", entgegnet Udo Brozio, der im Jahr 1998 nach Kurt Kniesche die musikalische Leitung übernahm und einen Chor vorfand, der bereits über einige respektable Referenzen verfügte.

In England, Frankreich, Dänemark, ja sogar in den USA hatte man Gastspiele gegeben und einige Tonträger aufgenommen (von 1974 bis heute sind es 15 Platten/CDs). Außerdem hatte der Shanty-Chor Cuxhaven auch schon seine im Stil einer Seemannskneipe gestaltete "Messe" in der Kapitän-Alexander-Straße bezogen als Udo Brozio begann, die Formation mit der ihm eigenen Mischung aus Disziplin und Lockerheit auf die Spur ihres heutigen Erfolgs zu führen.

Dazu wurde das Repertoire erweitert und dem Publikumsgeschmack angepasst. Trotzdem verteidigt der "Shanty-Chor Cuxhaven" bis heute eine unverwechselbare musikalische Handschrift. "In gewisser Weise ist das ein Spagat", so der Chorleiter: Auf der einen Seite die Seemannslieder (das Publikum möchte ab und zu auch mitsingen und -schunkeln). Auf der anderen Seite die echten Shantys, ihrem Ursprung nach einfach strukturierte Worksongs. "Dem Charakter solcher Songs muss der Chor auch gerecht werden und trotzdem astrein klingen!" Ein Anspruch, welchem Brozios Jungs dank harter stimmlicher Arbeit gerecht werden.

Anders wäre es wohl kaum zu erklären, dass der "Shanty-Chor Cuxhaven", 40 Jahre nach seiner Gründung, eine regelrechte Fan-Gemeinde besitzt mit Zuhörern aus ganz Deutschland, die an den "Musikalischen Frühschoppen" in der Messe teilnehmen und sogar ihren Jahresurlaub so legen, dass sie die "Rote Laterne" live miterleben können.

Cuxhavener Nachrichten, kop, 26.03.2008

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