Shanty-Chor Cuxhaven

Shanty-Chor Cuxhaven

...der etwas andere Shanty-Chor

News & Berichte

Seite:  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41 


Wellen, Wehmut, Weihnachten

Der Shanty-Chor Cuxhaven lockte ein dankbares Publikum in die Kugelbake-Halle.

Weihnachten zu Hause mitten in der Familie - das gilt fast für alle, die sich auf das schönste Fest des Jahres freuen. Aber wir sollten auch an jene denken, die Weihnachten auf See sind – viele Tausend Meilen entfernt von ihren Lieben, irgendwo auf dem weiten Meer. Sie sind dann oft einsam. Fernab von Freunden zu sein, das schmerzt besonders in der Weihnachtszeit. Wenn andere mit Glühwein und Keksen gemütliche Zeit neben dem Baum verbringen, schaukeln sie über die Wellen. Ihnen war das Konzert "Weihnachten auf See" gewidmet, das der Shanty-Chor Cuxhaven am 3. Advent in der Kugelbake-Halle gab.

Doch auch dem Publikum wurde mit der Musik der weihnachtliche Gedanke in Herz und Seele gesetzt, da auch bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen einluden. "Kinder sind unser höchstes Gut", sagte Sabine Lenz-Breuer, die mit ihren ATSC-Tanzmäusen die Traditionsveranstaltung eröffnete. Moderator Arno Seidler erfuhr von ihr, dass sie schon seit 30 Jahren Kindern die Liebe an Bewegung und Musik weitergibt und seit zehn Jahren zu einer festen Größe im Programm "Weihnachten auf See" des Shanty-Chor Cuxhaven gehört.

Udo Brozio, seit 1978 beim Shantychor, ist seit 24 Jahren dessen Leiter. Die Liedfolge war abwechslungsreich gewählt. So lud das hawaiianische Weihnachtslied "Pearly Shells" zum Mitsummen ein. "Amen", im Original gesungen von Drafi Deutscher mit dem Text von Claus-Dieter Eckhardt wurde von dem Shanty-Chor zu neuem Leben erweckt. "Mein ist das Meer und groß ist die See", hieß es zu den wehmütigen Klängen des Akkordeons und der kleinen Kapelle (Ulf am Bass, Joachim an der Gitarre, Paul an der Mandoline und Kai-Uwe am Schlagzeug). Auch der Freddy-Quinn-Titel aus den 60er-Jahren "St. Niklas war ein Seemann" fehlte nicht.

Kapitän Bernd Petersen schnackte zum flackernden Kaminfeuer im Hintergrund von Weihnachten früher und heute auf See. Er schwärmte von längeren Liegezeiten im Hafen, sodass Zeit für eine Weihnachtsfeier mit festlichem Essen gegeben war und der Kapitän unter dem Tannenbaum die Weihnachtsgeschichte vorlesen konnte. Die Zeit der langen Liegezeiten ist jedoch vorbei. Kapitän Petersen erzählte, dass heute viele Filipinos an Bord wären, für die Weihnachten eine große Party mit Freude, Spaß und Spiel sei. "Mit ihnen zu fahren, war für mich die schönste Zeit", verriet Kapitän Bernd Petersen, der heute als leitender Kapitän auf Museumsschiff "Elbe 1", der Seefahrt auch im Ruhestand weiter treu bleibt.

"Wiehnacht an de Waterkant" von Heinz Drossner ließ Wehmut aufkommen. Applaus gab es für Dr. Ulla Petersen für ihre beiden Weihnachtsgeschichten, wobei ihr Weihnachtswald im Wohnzimmer die Brücke zu dem Refrain des Liedes "Wandern durch den weißen Wernerwald" schlug. "Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht, ja, dann ist Weihnachten", gab der Shanty-Chor den Besuchern mit auf den Heimweg.

Cuxhavener Nachrichten, Joachim Tonn, 13.12.2022

CN-Artikel
Shantys für einen Garten des Friedens - Nachlese

Bereits zum 5. Mal fand die Benefizveranstaltung "Shanties for Africa" in der Katholischen Pfarrkirche St. Marien statt, und "Hausherr" Pfarrer Piegenschke wies sehr persönlich in seiner Begrüßung auf den Bezug seiner Kirche mit den vielen Schiffen hin, die mit dem Mariennamen als "Santa Maria" über die Meere fahren.
Auch diesmal konnte das zahlreiche Publikum wieder ein gelungenes, kurzweiliges Programm, eine Mischung aus Musik, Information und Foto-Impressionen, erleben.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche Cuxhaven 2022, die gefördert wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stellte Kathrin Seyfahrt vom Verein Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte die Arbeit des Vereins im westafrikanischen Burkina Faso vor, und einmal mehr hat sich der Shanty-Chor Cuxhaven unter der Leitung von Udo Brozio für die gute Sache "Wasser und Brunnenbau" engagiert.

Bürgermeister Oliver Ebken überbrachte in Vertretung des Schirmherrn Oberbürgermeister Uwe Santjer herzliche Grußworte der Stadt Cuxhaven.

Anschaulich erzählte die Vereinsgründerin vom Bau eines neuen Brunnens und dem geplanten "Garten des Friedens", und berichtete über die derzeitige Krisensituation im Land aufgrund zunehmender Gewalt durch terroristische Anschläge. Von den etwas mehr als 20 Millionen Einwohnern ist jeder 10. ein sogenannter Binnenflüchtling. Über die Hälfte der 2 Millionen Geflüchteten sind Kinder und Jugendliche. Mehr als 2.000 Schulen sind im Norden des Landes geschlossen.

Ein "Garten des Friedens" ist der Wunschtraum der aus dem Dorf Pétessiro geflohenen Menschen. Projektleiter Mamoudou Savadogo schreibt: "…er wird viele Familien in dieser schwierigen Situation retten...", und möchte allen danken, die für die Finanzierung Geld gespendet haben.

Mit dem phantastischen Benefizerlös von 1.460 Euro steht der Fertigstellung des "Gartens des Friedens" nichts mehr im Wege.

"Barka" –"Merci" –"Danke" nochmals allen, die am 16. September diesen Erfolg möglich gemacht haben.

Selbstverständlich werden alle Unterstützerinnen und Unterstützer über den weiteren Verlauf des Projekts informiert werden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Interkulturellen Woche 2022 in Cuxhaven statt. Die Interkulturelle Woche 2022 in Cuxhaven wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Kathrin Seyfarth, 19.09.2022

Foto: Gerd Hauck
Foto: Gerd Hauck
Foto: Gerd Hauck
Der große Graue mit dem Bass

Peter Mordhorst erhebt seit 50 Jahren als zweiter Bass im Shanty-Chor Cuxhaven seine Stimme.

Gestern Abend war sein starker Bass noch vor der Messe des Shanty-Chores Cuxhaven im Fischereihafen von Cuxhaven zu hören. Die Veranstaltungsreihe "Ein Abend am Alten Hafen" gefällt Peter Mordhorst besonders gut. Seit 50 Jahren erhebt er in dem bekannten Chor seine Stimme, der als musikalischer Botschafter Cuxhavens schon viel in der Welt herumgekommen ist.

Jeden Donnerstag um 19 Uhr treffen sich die zwölf Sänger und drei Musiker, um unter der Leitung von Udo Brozio das umfangreiche Repertoire zu pflegen. "Udo Brozio fordert uns. Wir studieren regelmäßig neue Lieder auf Deutsch und Englisch ein. Dabei legt Udo Brozio viel Wert darauf, dass sein etwas anderer Shanty-Chor auch eine gute Außenwirkung hat", gerät Peter Mordhorst über sein liebstes Hobby ins Schwärmen.

Peter Mordhorst ist ein waschechter Cuxhavener und in seiner Geburtsstadt so bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Das liegt sicherlich auch an der Tatsache, dass er den größten Teil seines aktiven Berufslebens bei der Kriminalpolizei in Cuxhaven verbracht hat. Der zweifache Vater begann seine Laufbahn bei der Polizei bereits im Alter von 16 Jahren. "Später habe ich dann mein Fachabitur nachgeholt, um in die gehobene Laufbahn zu gelangen", berichtet Peter Mordhorst, der nach seiner Ausbildung in Hannoversch Münden, Hannover und Stade 1970 zurück in seine Heimatstadt kam. "In meiner Dienstzeit habe ich im Laufe der Jahre eigentlich alles gemacht", lächelt Peter Mordhorst, der so lebendig erzählt, als sei er gerade von einem Einsatz gekommen. "Mein Metier war Raub, Einbruch und Diebstahl – selbst bei Brandermittlungen war ich mit von der Partie".

1994 wurde Mordhorst stellvertretender Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) unter Arno Stabbert, Cuxhavens späterem Oberbürgermeister. So ganz "nebenbei" war er auch noch Pressesprecher der Kripo. Nach Jahren als Leiter des Kriminalund Ermittlungsdienstes wechselte er 2004 wieder in leitender Funktion zum ZKD. Als Erster Kriminalhauptkommissar ging er 2008 in Pension. Wer über diese aufregende Zeit etwas mehr erfahren möchte, der kann im Internet unter dem Stichwort "Peter Mordhorst Cuxhavener Rotlichtmilieu" in 15 Folgen erfahren, was in den 1950er bis 1970er Jahren in Cuxhaven so alles passiert ist.

Besonders gern erinnert sich Peter Mordhorst an die vielen Auftritte im Fernsehen und im Rundfunk sowie an die Reisen mit dem Shanty-Chor Cuxhaven, die er in den vergangenen fünf Jahrzehnten live und in Farbe gemeinsam mit seinen Sangesbrüdern erleben durfte. "Eigentlich bin ich ein alter Rocker, ich mag die Rolling Stones", erzählt Peter Mordhorst, der 1972 von seinem Friseur Paul Kühnemund zu seiner ersten Chorprobe ins Döser Gemeindehaus überredet wurde. Seinerzeit hieß der Chor noch Döser Shanty-Chor. Erst 1974 wurde er wegen der schon zitierten Außenwirkung umbenannt. "Nach den Proben bin ich gern die die Disco gegangen. Der Club Hanseat war seinerzeit sehr angesagt", sagt Peter Mordhorst, der im Shanty-Chor sein musikalisches Zuhause fand. Nach Kurt Kniesche wurde der Chor ab 1998 von Udo Brozio geleitet, von dem Peter Mordhorst sagt, dass es ohne ihn den Chor schon längst nicht mehr geben würde. Gut, dass es anders gekommen ist: Die Männer von Cuxhavens musikalischem Aushängeschild sangen zum Beispiel im TV in der Sendung "Freunde des Nordens", waren zu Gast beim Kapitänstreffen im Bremer Rathaus, sangen beim Norddeutschen Nachmittag in Berlin neben Vico Torriani, Heino und den Jacob Sisters als einzige live und machten auch in der Schweiz, in den Niederlanden und auf einer USA-Reise sowie beim Treffen der Cap Horniers in St. Malo eine gute Figur.

Cuxhavener Nachrichten, Jens-Jürgen Potschka, 09.07.2022

CN-Artikel
CN-Artikel
Mitgefühl für ukrainische Seeleute

Sonntag der Seefahrt stand inhaltlich im Zeichen des Krieges in Osteuropa
Konflikt spaltet bislang offenbar nicht die Crews


Mit dem einen besonderen Gottesdienst haben die Cuxhavener Seemannsmission und die Kirchengemeinde St. Petri am gestrigen "Sonntag der Seefahrt" derjenigen Menschen gedacht, die ihren Lebensunterhalt fernab der Heimat auf den Weltmeeren verdienen. Dabei lag der Fokus auf dem seit elf Tagen tobenden Krieg in der Ukraine, der den entbehrungsreichen Alltag etlicher Seeleute noch einmal vollkommen auf den Kopf stellt.

Während des Gottesdienstes brannte auf dem Altar eine in den ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb verzierte Kerze – Friedenssymbol und gleichzeitig Zeichen der Solidarität mit dem unter Beschuss liegenden Land, dessen Bewohner traditionell einen nicht zu unterschätzenden Teil der auf großer Fahrt befindlichen Crews stellen. Nicht anders übrigens als die Russische Föderation: "Im allgemeinen Sprachgebrauch haben wir deshalb immer von russisch-ukrainischen Besatzungen gesprochen", rief der Hamburger Seemannsdiakon Dirk Obermann, Koordinator für die Notfallbetreuung von Seeleuten, den Gottesdienstbesuchern in der Petri-Kirche in Erinnerung.

In seiner Predigt sprach Obermann von den aktuellen Auswirkungen des Krieges auf das Leben solcher Mannschaften: Ukrainische Seeleute hängen in Sorge um ihre Angehörigen an ihren Smartphones. Russische Seeleute können ihre Heuer nicht mehr nach Hause transferieren. Nach dem Ausschluss Russlands aus dem Zahlungssystem Swift bleibt Handelsschiffen, die unter der weiß-blau-roten Flagge fahren, zudem der Weg in zahlreiche Häfen versperrt – mangels Zahlungsmöglichkeit. Positiv wertete Obermann den Umstand, dass binationale Crews bestrebt sind, den Konflikt nicht auf den Arbeitsplatz an Bord auszuweiten: Man wisse, dass man aufeinander angewiesen sei, insofern bilden die Besatzungen aus seiner Sicht in diesen Tagen ein Vorbild. Marita Hilmer, die im Namen der örtlichen Seemannsmission von ihrer ehrenamtlichen Arbeit im "Club" berichtete, bestätigte, dass Ukrainer und Russen in der Vergangenheit an Bord gut harmonierten. "wollen wir hoffen, dass das auch während des Krieges so bleibt", sagte Hilmer, die (losgelöst von der aktuellen Krise) die Bedeutung des Anlaufpunktes am Grünen Weg hervorhob.

Dort würden Seeleute im Unterschied zu dem lauten Alltag an Bord vor allem die Ruhe genießen – aber auch großes Interesse am persönlichen Gespräch mit ihren Gastgebern zeigen: Im Austausch über Themen wie Familie, Hobbys oder landestypische Besonderheiten reifen vielleicht keine lebenslang währenden Freundschaften, doch einen Beitrag zur Völkerverständigung leistet der Diskurs allemal. Und manchen reicht vielleicht schon die Gewissheit, dass es an Land jemanden gibt, der in Zeiten wie diesen ab und zu an sie denkt – darauf wies der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe hin, der den gemeinsam mit St.-Petri-Pastor Marcus Christ gestalteten Gottesdienst zum diesjährigen "Sonntag der Seefahrt" eröffnete. Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr pandemiebedingt ausfallen musste, fiel die Liste, mit der an einige der auf See gebliebenen Besatzungsmitglieder erinnert wurde, diesmal länger aus als gewöhnlich. Weltweit kämen – so hieß es während des Gottesdienstes – pro Jahr insgesamt mehr als 1000 Seeleute in Ausübung ihres Berufes ums Leben. Vom Tod auf See handelte auch die Ballade "Three Score and Ten", die der Shanty-Chor Cuxhaven unter der Leitung von Udo Brozio im Altarraum intonierte.

(Kai Koppe)

Cuxhavener Nachrichten, Kai Koppe, 07.03.2022

CN-Artikel
CN-Artikel

Seite:  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41 

Shanty-Chor Cuxhaven
Unsere Sponsoren

EDEKA S. Golly in Cuxhaven

EDEKA S. Golly
Feldweg 15
27474 Cuxhaven

Öffnungszeiten:
Mo - Sa 08:00 - 20:00 Uhr

AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH

Shanty-Chor Cuxhaven
Wir danken für die Unterstützung!

Bäckerei und Konditorei Jörg Itjen e.K.

Bäckerei und Konditorei Jörg Itjen e.K.
Spanger Straße 2
27476 Cuxhaven - Sahlenburg
www.itjen.de


© 2023 Shanty-Chor Cuxhaven e.V.  |   Impressum  | Datenschutz