Shanty-Chor Cuxhaven

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...der etwas andere Shanty-Chor

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Maritime Klänge im festlichen Döser Kirchenschiff

Shanty-Chor unterstrich seine Vielseitigkeit mit musikalischer Reise über Sea-Songs und Arbeitslieder

Back to the roots - zurück zu den Wurzeln - hieß es für den Shanty-Chor Cuxhaven, als man traditionell zum Januar-Konzert in die Döser St. Gertrud-Kirche eingeladen hatte.

Nur 100 Meter entfernt stand nämlich die Wiege des imposanten Chores, der 1968 bei Hinni Nagel in seinem Gasthof "Zur Linde", dort wo heute die Sparkasse ihr Gebäude hat, von acht Sängern der Döser Liedertafel unter dem Namen "Seelords" gegründet worden war.

Trotz des überraschenden Wintereinbruchs waren fast 400 Zuhörer am Freitagabend in die St. Gertrud-Kirche gekommen, um sich an einer bunten Mixtur aus Shanties, Sea-Songs, Gospels und Spirituals zu erfreuen.

"Bei diesen Gesangsformen ist der maritime Bezug unverkennbar", erklärte Chorleiter und Akkordeonist Udo Brozio, "denn mit call and response, Ruf und Antwort, sind Spirituals und Shanties gleichermaßen aufgebaut."

Die Zuhörer waren begeistert und spendeten nicht nur Applaus, sondern auch Geld für die Seemannsmission Cuxhaven bei der anschließenden Kollekte.

In einem Kirchenschiff aufzutreten, das ist für den Shanty-Chor immer ein Ereignis der besonderen Art. Erstmals hatte man bei einem Konzert im Dom der dänischen Hafenstadt Nyborg die einmalige Atmosphäre und Akustik von Kirchenhäusern erkannt und sich gefragt: "Warum sollte man dies nicht auch vor der eigenen Haustür nutzen?"

Gesagt, getan, in Döse jetzt bereits zum siebten Mal.

"Lobe den Herren, den mächtigen Herrscher der Meere", hallte es in der voll besetzten Kirche, als Chor und Gäste zum Auftakt gemeinsam das Gemeindelied in der maritimen Fassung sangen. Danach hieß es "Leinen los", stimmungsvolle Seemanns- und Arbeitslieder folgten.

Neu im Repertoire präsentierte der Shanty-Chor eindrucksvoll den sentimentalen Song "Saturday Night at Sea", was eine weitere Gelegenheit war, die stimmliche Qualität der Chorsolisten zu demonstrieren. Nach dem Song "Five o'clock in the Morning" führte der musikalische Weg schließlich zurück an Land, wo auf den Sklavenfarmen das "Swing Low, Sweet Chariot" erklang.

Cuxhavener Nachrichten, 27.01.2009

St. Gertrud-Kirche
Musikalisch auf dem richtigen Dampfer

Fernweh wäre eine plausible Erklärung. Erwarten könnte man auch ein Statement wie: "Wir singen aus Verbundenheit mit unserer maritimen Heimat". Doch die Antwort auf die Frage, warum landauf, landab immer neue Shanty-Chöre aus dem Boden sprießen, fällt viel nüchterner aus: "Zum großen Teil ist das eine Überlebensstrategie für Männerchöre", sagt Jens-Otto Meyn.

Meyn muss es wissen, als Vorsitzender eines der dienstältesten Chorgemeinschaften dieses Genres: Vor 40 Jahren wurde der "Shanty-Chor Cuxhaven e.V." gegründet. Damals allerdings noch nicht als Verein. Und noch unter anderem Namen. "Die Seelords" tauften sich acht Sänger der Döser Liedertafel "Nordstern", die anno 1968 beim Tanz in den Mai mit einem ganz besonderen Repertoire auf Begeisterung stießen.
Auf Seemannslieder und auch auf ein paar echte Shantys hatte sich das Oktett gestürzt und damit nicht nur das heimische Publikum elektrisiert. Die Kurverwaltung buchte die Formation fortan für Kurgastkonzerte, auch noch, als sich die "Seelords" in "Döser Shanty-Chor" und ab 1974 in "Shanty-Chor Cuxhaven" umbenannt hatten.

Dem Thema "Seefahrt" hatten sich seinerzeit in musikalischer Hinsicht Leute wie Freddy Quinn verschrieben. Es gab das "Hamburger Hafenkonzert" und Hans Albers "Reeperbahn" war natürlich auch längst ein Gassenhauer. Doch das ausschließlich maritimes Liedgut für mehrstimmigen Chorgesang arrangiert wurde, war damals relativ neu, erinnert sich Bass-Sänger Peter Mordhorst.

Der "Shanty-Chor Cuxhaven" als Vorreiter und Orientierungsmodell für zahlreiche Männergesangsgruppen - nicht nur in der Küstenregion, sondern sogar im Bayrischen Wald (ja, auch dort singt man Shantys). "Ich glaube, dass wir diese Welle zumindest mit ausgelöst haben", entgegnet Udo Brozio, der im Jahr 1998 nach Kurt Kniesche die musikalische Leitung übernahm und einen Chor vorfand, der bereits über einige respektable Referenzen verfügte.

In England, Frankreich, Dänemark, ja sogar in den USA hatte man Gastspiele gegeben und einige Tonträger aufgenommen (von 1974 bis heute sind es 15 Platten/CDs). Außerdem hatte der Shanty-Chor Cuxhaven auch schon seine im Stil einer Seemannskneipe gestaltete "Messe" in der Kapitän-Alexander-Straße bezogen als Udo Brozio begann, die Formation mit der ihm eigenen Mischung aus Disziplin und Lockerheit auf die Spur ihres heutigen Erfolgs zu führen.

Dazu wurde das Repertoire erweitert und dem Publikumsgeschmack angepasst. Trotzdem verteidigt der "Shanty-Chor Cuxhaven" bis heute eine unverwechselbare musikalische Handschrift. "In gewisser Weise ist das ein Spagat", so der Chorleiter: Auf der einen Seite die Seemannslieder (das Publikum möchte ab und zu auch mitsingen und -schunkeln). Auf der anderen Seite die echten Shantys, ihrem Ursprung nach einfach strukturierte Worksongs. "Dem Charakter solcher Songs muss der Chor auch gerecht werden und trotzdem astrein klingen!" Ein Anspruch, welchem Brozios Jungs dank harter stimmlicher Arbeit gerecht werden.

Anders wäre es wohl kaum zu erklären, dass der "Shanty-Chor Cuxhaven", 40 Jahre nach seiner Gründung, eine regelrechte Fan-Gemeinde besitzt mit Zuhörern aus ganz Deutschland, die an den "Musikalischen Frühschoppen" in der Messe teilnehmen und sogar ihren Jahresurlaub so legen, dass sie die "Rote Laterne" live miterleben können.

Cuxhavener Nachrichten, kop, 26.03.2008

Shanty-Chor Cuxhaven
Empfang der Besatzung der Sedov

Am 06.12.2003 empfing der Shanty-Chor Cuxhaven in seiner Messe am Alten Fischereihafen die Besatzung des russischen Segelschulschiffs Sedov.

Shanty-Chor Cuxhaven, 06.12.2003

Die Besatzung der Sedov in der Messe
Shanty-Hauptstadt ist und bleibt Cuxhaven

Sechzehn Chöre sangen von Meer, Wind und Wogen. Aber ihr Repertoire erwies sich als so unglaublich vielseitig, dass sich kaum ein Lied wiederholte während der zwei Tage, die Cuxhaven einmal mehr im Zeichen der Seemannslieder stand: Shantys nonstop gab's beim 29. Tag der Shanty-Chöre.

Kenner unter den Zuhörern bescheinigten dem Shanty-Chor Cuxhaven an diesem Abend die beste Darbietung. Kein Wunder, schließlich greift dieser Chor als Mitinitiator auf eine 30-jährige Erfahrung zurück.

Am Sonntagnachmittag gaben rund 500 Sänger im Kurpark ihr Bestes, genauer: sangen und spielten in Döse ihre besten Lieder.

Moderator Klaus Erlewein hatte zu jedem Chor eine passende Begrüßung parat. Ironisch, humorvoll oder witzig brachte er das Publikum immer wieder zum Lachen. Dabei machte der viel gereiste Entertainer auch vor sich selbst nicht halt.

Viele Chöre waren dem Publikum schon bekannt. Zum zehnten Mal dabei war der Shanty-Chor "de Windjammers" aus Neu Wulmstorf. Er hat eine entsprechend große Fangemeinde, die riesigen Beifall spendete. Seinen zweiten Besuch feierte der Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei NW Duisburg. "Sie kommen aus dem größten Binnenhafen der Welt in die Shanty-Hauptstadt Cuxhaven", erklärte Erlewein.

Während bei vielen Chören inzwischen Frauen das Akkordeon in die Hand nehmen, setzt der Shanty-Chor des Männerquartetts Krefeld auf Nachwuchs. Bei ihnen spielte als jüngster Mitwirkender am 29. Tag der Shanty-Chöre der elfjährige Kevin Binnewies das Schlagzeug.

Cuxhavener Nachrichten, ph, 24.06.2003


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