Shanty-Chor Cuxhaven

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...der etwas andere Shanty-Chor

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Botschafter ihrer Stadt

Von nah und von fern waren sie gekommen, um am Mittwoch in der Kugelbake-Halle den Galaabend anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Shanty-Chors Cuxhaven mitzuerleben. Ein halbes Jahrhundert im Dienst von Shantys und Seemannsliedern – das ist schon was. Unzählige Auftritte landauf, landab, Reisen ins Ausland, CDs und DVDs sind (hörbarer) Ausdruck dieser wahrhaft stattlichen Bilanz. Ganz zu schweigen von der Freude, die der Chor seinen Zuhörern immer wieder von Neuem bereitet.

Nicht anders beim festlichen Galaabend in der übervollen Kugelbake-Halle, wo am Ende die Begeisterung des Publikums die sprichwörtlichen "hohen Wellen" schlug. Dass der Chor mit seinen 23 Sängern, seinen drei auf einem ganz unterschiedlichen Instrumentarium bestens bewanderten drei Musikern (bei der Gala waren es übrigens vier) und einem Techniker unter der Leitung von Udo Brozio seit Längerem schon in Sachen Shanty und Seemannsgesang neue Wege geht, ist gleichermaßen bekannt wie geschätzt.

Im musikalischen Teil der Jubiläumsveranstaltung wurde jedoch mit einigen Kostproben an die Anfänge erinnert. An die erste, 1974 bei Ariola aufgenommene LP zum Beispiel. Damals vermittelt von Heinz Drossner, der so manches Lied für den Shanty-Chor schrieb. Dem Blick zurück auf die noch wesentlich bescheideneren Anfänge war an diesem Abend auch der Sangesgruß des gemischten Chors der Döser Liedertafel "Nordstern" unter der Leitung von Frank Hohmeister geschuldet. Denn aus der Liedertafel heraus hatten einige Sänger im Jahre 1968 den Shanty-Chor, der damals noch den Namen "Die Seelords" trug, gegründet. Unter ihnen Wilhelm Mayensohn, der am Mittwoch für 50 Jahre aktives Chorsingen geehrt wurde.

Doch neben der musikalischen Reise des Shanty-Chors von den ersten Anfängen bis hin zum Repertoire von heute stand vor allem die Wertschätzung des so erfolgreichen Ensembles im Mittelpunkt des Abends. Für den die Grüße des Oberbürgermeisters sowie von Rat und Verwaltung überbringenden Bürgermeister Ingo Grahmann ist der Chor "einer der bedeutendsten Botschafter Cuxhavens", der seinen Zuhörern mit seinem Gesang Fernweh und Humor vermittelt. "Männer, bleibt am Ball, sonst würde uns viel fehlen!", meinte Grahmann denn auch in diesen Fußball-Weltmeisterschafts-Zeiten an die Adresse der Shanty-Chor-Leute.

Grüße der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH in Form eines Segelbootes mit Shanty-Chor-Logo gab es an diesem Abend von Marina Albers. Der stellvertretende Landrat Richard Schütt kam mit Glückwünschen und einer Urkunde vom Landkreis Cuxhaven, der gleichfalls durch den Chor bestens repräsentiert werde. Über 100 Termine im Jahr "Wir sind mächtig stolz, einen solchen Chor in unseren Reihen zu haben", betonte Wolfgang Zinow, Vorsitzender des Kreischorverbandes Niederelbe, auch im Namen des Chorverbandes Niedersachsen Bremen. Sein besonderer Dank galt "all den Ehrenämtlern", den Chorvorständen sowie der Tatsache, dass "vom Shanty-Chor Cuxhaven immer wieder Neues angegangen wird". So gut wie 100 Termine im Jahr und dazu noch zahllose Übungsabende – das sei schließlich keine Kleinigkeit.

Dass Udo Brozio nicht "nur" seit 20 Jahren den Shanty-Chor Cuxhaven leitet, sondern bereits seit 35 Jahren als Chorleiter aktiv ist, war Anlass genug, ihn mit einer Urkunde zu ehren. Dank und herzliche Gratulation gab es für Brozio wie für den gleichfalls geehrten Wilhelm Mayensohn vom Shanty-Chor-Vorsitzenden Dr. Jan Bühner. Als Nachfolger des von ihm an diesem Abend begrüßten Kurt Kniesche habe Udo Brozio seinerzeit den Chor übernommen. Ohne ihn, so Bühner, würde es den Shanty-Chor wohl nicht mehr geben. Brozios "kameradschaftliche Leitung" und, wie der Vorsitzende schmunzelnd anmerkte, "sein immer wieder seniorenpädagogischer Einsatz" seien für die Sänger stete Freude und Motivation zugleich.

Zu weiteren guten Wünschen zum 50-jährigen Chor-Jubiläum siehe unten stehenden Artikel.

Goldene Schallplatte für den Shanty-Chor

Zu denen, die angereist waren, um dem Shanty-Chor Cuxhaven ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen, gehörte am von Klaus Erlewein moderierten Galaabend auch Kathrin Seyfart, Begründerin von "Wunschträume"-Netzwerke für Frauen e.V. Mit ihr ist der Chor durch seine engagierte Unterstützung des Burkina-Faso-Projektes verbunden. Seine Spenden aus Konzertauftritten und CD-Einspielungen fließen inzwischen in Wassergeld- und Brunnenbau-Projekte, merkte Kathrin Seyfart dankbar an. Von der Jubiläums-CD übrigens jeweils 1 Euro.

Dass der Shanty-Chor in den langen Jahren seines Bestehens eine stattliche Anzahl von Fördermitgliedern und noch mehr Fans gewonnen hat, zeigte sich auch und ganz besonders an diesem Abend. Ob aus dem fränkischen Pappenheim oder aus der Eifel – von überall her waren sie gekommen, um das halbe Jahrhundert "ihres" Chores mitzufeiern. Für Wilhelm Mayensohn, einen der ältesten Shanty-Chor-Sänger und gefragten Vorsänger, gab es von ihnen ein "Goldenes Mikrofon", für den Chor insgesamt gar eine symbolische "Goldene Schallplatte". Und da es sich mit trockener Kehle bekanntlich nicht gut singen lässt, hatten die Einbecker in weiser Voraussicht an ihr berühmtes Bier gedacht und es als flüssigen "Gruß" in Fässern mit nach Cuxhaven gebracht.

Der Shanty-Chor und sein Leiter Udo Brozio dürfen all das getrost als Ausdruck von Begeisterung und Dankbarkeit ihres über Jahre treuen Publikums nehmen. Mit ihrem Bemühen, den Shanty in seiner ursprünglichen Form zu pflegen und das Repertoire von Fall zu Fall durch neue Entdeckungen anzureichern, halten sie ein bedeutendes Stück Seefahrtsgeschichte wach.

Cuxhavener Nachrichten, Ilse Cordes, 23.06.2018

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Der Klang des Nordens

Tiefe Männerstimmen, die voller Inbrunst über das harte Leben auf See singen. Über die Liebe und das Gefühl, in seinen Heimathafen zurückzukehren. Mal auf Englisch, mal auf Deutsch. Die Shanty-Chöre aus Otterndorf und Cuxhaven halten die maritime Tradition aufrecht und prägen unseren Heimatbegriff auf ganz besondere Art und Weise.

Rauschendes Meer, kreischende Möwen, die umherfliegen und der Wind, der durch den Hafen pfeift. Inmitten stehen kernige Männer mit Fischerhemd, Bärten und Elbsegler. Nichts kann ihnen etwas anhaben, denn sie haben sich und ihre Lieder. Ja, ein wenig Romantik schwingt bei dieser Vorstellung mit. Und das, obwohl Shantys und Seemannslieder schon seit vielen Jahren nicht mehr dort gesungen werden, wo sie ihren Ursprung haben. Auf der hohen See. Was einst Seemänner und Matrosen bei der harten Arbeit auf See unterstützen sollte, dient heute in erster Linie der Unterhaltung von Touristen und Einheimischen. Dafür sorgen die Shanty-Chöre aus Otterndorf und Cuxhaven mit ihren vielen Auftritten. Immer im Gepäck haben sie ein breites Repertoire an Liedern. Mal sind sie humorvoll, mal tiefsinnig und manchmal auch richtig romantisch.

"Ein guter Auftritt ist wie ein Gewinn im Lotto", schwärmt Detlef Deuber, Vorsitzender des Shanty-Chors Otterndorf. Mit 187 Jahren auf dem Buckel ist er übrigens
der älteste Shanty-Chor Deutschlands. Neben der Tradition sei es aber vor allem die Kameradschaft, die den Chor ausmache. "Hier steht jeder für jeden ein", so Deuber. Einmal pro Woche treffen sich die Musiker in der Otterndorfer Grundschule und proben. 28 Sänger, zwei Akkordeonspielerinnen, zwei Gitarristen. Und etwas flüssige Verpflegung. Jeder hat seine Liedermappe dabei. Doch wenn Dirigentin Erika Willenbrink den Ton anstimmt, dann brauchen sie die nicht mehr. "Dann legt sich ein Schalter um. Die Lieder sind in Fleisch und Blut übergegangen", sagt Deuber.

Klänge, die berühren

Schon fast ein wenig Gänsehaut kann man bekommen, wenn die tiefen Männerstimmen plötzlich loslegen. Mit voller Wucht treffen sie einen und machen etwas mit einem. Etwas Gutes, das unter die Haut geht. "Menschen, die fröhlich zu leben verstehen, das macht den Norden so schön", heißt es in einem der Lieder, die sie an diesem Tag proben. Und das trifft den Kern, obwohl viele Mitglieder des Shanty-Chors Otterndorf gar nicht aus dem Cuxland stammen. Essen, Duisburg, Sauerland, Berlin. Sie sind eine bunte Truppe, die zeigt: Heimat ist nicht nur da, wo man geboren ist, sondern da, wo man lebt und wo Freunde und Familie sind.

Ähnlich ist es beim Shanty-Chor Cuxhaven, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Viele Mitglieder kommen aus Cuxhaven, einige andere zum Beispiel aus dem Sauerland. Einen Unterschied macht das aber nicht. Denn: Sie alle eint die Liebe zur Musik und zur Aufrechterhaltung der maritimen Tradition. "Unsere Musik stärkt die Heimat. Cuxhaven gilt als Sehnsuchtsort und das untermalen wir", sagt Jan Bühner, 1. Vorsitzender des Shanty-Chors Cuxhaven. Geprobt wird einmal die Woche im "Heimathafen", der Shanty-Messe direkt im Alten Fischereihafen. Eine wahre maritime Perle, die von innen fast einem kleinen Museum gleicht. Fotos, Auszeichnungen, Erinnerungen. Die Wände und Decken hängen voll. Eine Bar gibt es auch. Logisch, denn eine trockene Kehle kann beim Singen schließlich niemand gebrauchen.

Die Gemeinschaft zählt "Bei unseren Proben sind alle dabei, wir haben ein starkes Gemeinschaftsgefühl", freut sich Chorleiter Udo Brozio. Er selbst spielt Akkordeon und ist immer dran, das Repertoire zu erweitern. "Wir versuchen, uns vom typischen Seemannssingsang abzusetzen." Deswegen kann auch mal ein Lied von Bruce Springsteen oder den Beach Boys dabei sein. Dennoch: "Es liegt uns am Herzen, die Tradition der Shantys, der Arbeiterlieder, aufrechtzuerhalten. So bleiben die Lieder am Leben", so Brozio. Jan Bühner findet einen weiteren Punkt wichtig: "Wenn wir auf der Bühne stehen, dann singen wir von der Heimat. Einer weltoffenen Heimat."

Cuxhavener Nachrichten, Jara Tiedemann, 20.06.2018

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Jungs, Ihr seid gut. Was kostet Ihr?

Shanty-Chor singt zu seinem 50. Geburtstag

Der Shanty-Chor Cuxhaven feiert in dieser Saison seinen 50. Geburtstag mit viel Musik. Aus diesem Grunde findet am 20. Juni in der Kugelbake-Halle ab 20 Uhr ein Galaabend mit dem Chor unter der Leitung von Udo Brozio statt. Als Gast nimmt daran die "Döser Liedertafel Nordstern von 1874 e.V." teil. Durch den Abend mit Ehrengästen führt Klaus Erlewein. Karten für 9,90 Euro gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Am nächsten Wochenende, 23. und 24. Juni, lädt der Chor zudem zu einer Open-Air-Veranstaltung vor seiner Messe in Cuxhaven an der Kapitän-Alexander-Straße 34 ein. Neben dem Shanty-Chor werden noch andere Gruppen erwartet. Am 23. Juni spielen ab 15.30 Uhr und ab 17 Uhr "Pipes and Drums" und von 19 Uhr bis 22 Uhr die erfolgreichste Skiffle-Rock-Band des Nordens, die "Sundown Skifflers" aus Bremerhaven. Diese Band ist seit 25 Jahren auf den Bühnen des Nordens unterwegs und hat hier bei vielen Stadt- und Musikfesten mitgewirkt. Auch bei Jazzfrühschoppen oder bei Konzerten in Kulturvereinen ist sie ein Stimmungsgarant. Sie präsentiert neben traditionellen Skifflestücken bekannte Oldies der 60er und 70er Jahre auch in Plattdeutsch, druckvoll mit Waschbrett, Piano, Gitarre und einer Sängerin der Extraklasse. Der Shanty-Chor Cuxhaven hat an diesem Tag seinen Auftritt von 14 bis 15 Uhr und von 18 bis 18.30 Uhr. Das Open-Air-Festival geht am Sonntag, 24. Juni, weiter mit Auftritten der Gruppe "The Cashmen", ebenfalls aus Bremerhaven. Die Band überzeugt durch ständige Performance und verzichtet bewusst auf den Versuch, den Altmeister Johnny Cash zu kopieren und zu imitieren. Auch weltbekannte Duette mit Johnny Cash und June Carter werden zusammen mit der Sängerin Nadja D. vorgetragen. Der Shanty-Chor tritt an diesem Tag in der Zeit von 11.30 bis 12.15 Uhr und von 14.30 Uhr bis 16 Uhr auf.

An beiden Tagen gibt es einen Bier- und Getränkeausschank, Fischbrötchenverkauf und Bewirtung in der maritimen Messe des Chores. Der Shanty-Chor hofft
auf viele Geburtstagsgäste.

"Jungs, Ihr seid gut. Was kostet Ihr?"

Ein Bierdeckel mit zwei Sätzen und sieben Worten stand am Anfang der bewegten Geschichte des Shanty-Chores Cuxhaven. In diesem Sommer feiern die "maritimen Chorknaben" den 50. Chor-Geburtstag.

Drei Strich an Steuerbord, da liegt Cuxhaven, drei Strich an Steuerbord, sind wir zu Haus." Diese Zeilen aus dem Lied von Walter Behrens singt der Shanty-Chor Cuxhaven besonders gern, sind doch viele schöne Erinnerungen damit verbunden, Reminiszenzen an den beliebten Döser Gasthof "Zur Linde" und dessen langjährigen Wirt Hans Hinrich Nagel, der im Text dieses Liedes natürlich seinen festen Stammplatz hat. Dort in der "Linde" nämlich machte der Chor seine ersten Schritte. Im Stadtteil Döse liegen denn auch die Wurzeln der Shanty-Sänger. Hier wurde der Chor im Jahr 1968 gegründet.

In der schön gestalteten Jubiläumsschrift "50 Jahre Shanty-Chor Cuxhaven" darf der geneigte Leser über die Anfänge des Chores schmunzeln: "Sänger waren die Gründer des Chores bereits, als an einen Shanty-Chor noch gar nicht zu denken war: Sie alle gehörten der ,Döser Liedertafel Nordstern’ an und zählten dort
nicht nur zu den eifrigen, sondern auch zu den lustigsten Chormitgliedern. So ist überliefert, dass der langjährige Chorleiter Kurt Kniesche sich zu jedem Tanz in
den Mai eine besondere Einlage einfallen ließ. Die Idee war geboren, am Abend des 30. April 1968 Shantys zu singen. Geprobt wurde in der ,Linde’ beim legendären Hinni Nagel."

Kurz vor dem ersten Auftritt hatten die acht Männer dann doch mächtig Bammel. Von der "Nordsee, Deutsche Hochseefischerei" hatten sie sich für ihren Premierenabend extra Troyer ausgeliehen. Ein kritisches Publikum beäugte die Sänger, denen es jedoch trefflich gelang, im Saal etwas von der Seemannsromantik zu verbreiten, die die Musikfreunde ansonsten nur von der "Haifischbar" vom Fernsehen her kannten. Für die maritime Überraschungseinlage gab es damals großen Beifall. Für die acht Sänger hatte der maritim-musikalische Versuchsballon Folgen: Von nun an arbeiteten sie regelmäßig mit der Kurverwaltung Cuxhaven zusammen. Das ist übrigens bis heute so geblieben. Nicht ohne Grund wird der Shanty-Chor Cuxhaven auch heute immer wieder als musikalischer Botschafter des Nordseeheilbades Cuxhaven bezeichnet.

Apropos Zusammenarbeit: Im Publikum saß an diesem Premierenabend auch Otto Prieß, der seinerzeit für das Programm der Kurparkhalle verantwortlich zeichnete. Auch er war von den Shantys spontan so angetan, dass er sich den nächsten Bierdeckel griff, etwas daraufschrieb und ihn quer durch den Saal auf die Bühne warf. Als die verdutzten Sänger den Deckel genauer unter die Lupe nahmen, lasen sie: "Jungs, Ihr seid gut. Was kostet Ihr?" Obwohl es noch gar keinen Shanty-Chor gab, war die Geburt eingeleitet und die Grundlage für einen ersten Auftritt in der Kurparkhalle war gelegt. Der hier erwähnte Bierdeckel wird übrigens in der Chronik des Chores sicher und in Ehren verwahrt, berichtet der Vorsitzende Dr. Jan Bühner, der sich in diesen Tagen über die vielen Glückwünsche und Grußworte aus prominenter Feder freut, die den Shanty-Chor erreichen. Ministerpräsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und der Präsident des Deutschen Chorverbandes Christian Wulff gehören zu den vielen Gratulanten.

Was ist das Erfolgsrezept?

Wer sich fragt, was das Erfolgsrezept des Shanty-Chores ist, der braucht nur einen der über 60 öffentlichen Auftritte im Laufe eines Jahres zu besuchen. Der ausgebildete Musikpädagoge Udo Brozio, der den Klangkörper seit 1999 unter seine Fittiche genommen hat, ist nicht nur aus musikalischer Sicht ein ausgesprochen bewanderter Zeitgenosse, sondern er hat auch ein gutes Gespür für seine Sänger und – was noch wichtiger ist – eine Nase dafür, was das Publikum hören möchte. "Oft entscheide ich erst kurz vor einem Konzert, wenn ich die Zuhörer gesehen habe, welche Lieder wir singen", sagt Udo Brozio, der einmal wöchentlich mit seinen Männern in der Messe des Chores übt. Dabei ist Brozio immer wieder auf der Suche nach neuem Material. Fündig wird er auch in anderen Ländern. Deshalb finden sich auch Lieder aus Holland, Griechenland oder Spanien im breiten Repertoire des Chores wieder.

Cuxhavener Nachrichten, Jens Potschka, 16.06.2018

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Per Mausklick in die Shanty-Welt

Über die alten Arbeitslieder der Seemänner kann man im Internet sehr viel erfahren / Infos zum "Tag der Shanty-Chöre"

Wo vor Zeiten singende Matrosen zum Takt ihrer Lieder Segel hissten oder das Bootsdeck schrubbten, überdröhnen heute meist Motoren das sanfte Meeresrauschen. Die Tradition der Shantymen und ihrer Gesänge von der harten Arbeit sind nun schon seit gut 100 Jahren von Bord verschwunden. Doch mit den Shanty-Chören lebt der traditionelle Arbeitsgesang weiter. Anlässlich des "Tages der Shanty-Chöre", der am kommenden Wochenende in Cuxhaven stattfindet, ist die "Cuxland digital"-Redaktion in die virtuelle Shanty-Welt abgetaucht.

www.tag-der-shanty-choere.de:
Den Cuxhavener "Veranstaltungsdauerbrenner" können Shanty-Fans seit drei Jahren auch im Internet entdecken. Christina Schimmel, Webmasterin der Cuxhaven-Homepage www.cuxiland.de, hat den Online-Auftritt gestaltet. Einer der Schwerpunkte liegt auf den Informationen zur kommenden Veranstaltung am 16. und 17. Juni. Unter dem Menüpunkt "Das Event" werden alle Shanty-Fans fündig, wenn sie vorab wissen möchten, welcher Chor wann und wo auftritt. Aber auch die lange Geschichte des "Tags der Shanty-Chöre" kommt nicht zu kurz. Entstanden ist die Veranstaltung im Jahr 1974, als Mitglieder des Shanty-Chors Cuxhaven zusammen mit der Kurverwaltung eine Idee in die Tat umsetzten und Shanty-Chöre aus anderen Städten zu einem Treffen nach Cuxhaven einluden, um gemeinsam zu singen. Diese lange Tradition wird in der Rubrik "Historie dokumentiert - mit Auszügen aus den Programm-Zeitungsberichten und der Jubiläumsbroschüre zum 25. "Tag der Shanty-Chöre" im Jahr 1999.

www.shanty-chor-cuxhaven.de:
Der Shanty-Chor Cuxhaven, einer der ältesten Shanty-Chöre Deutschlands, feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Die Web-Seite liefert viele Informationen und Fotos zur Geschichte des Chors, zum Chorleiter Udo Brozio und den veröffentlichten Schallplatten. Im virtuellen Terminkalender finden Fans alle Chor-Auftritte der kommenden Monate. Und wer etwas über das Jubiläumsprogramm in Erfahrung bringen möchte, klickt einfach den entsprechenden Flyer auf der Start-Seite an.

www.piipegaeltsje-sjongers.nl:
15 Chöre nehmen am diesjährigen "Tag der Shanty-Chöre" teil. Sie kommen aus ganz Deutschland und den Niederlanden. Mit dabei sind auch die 1994 gegründeten "Piipegaeltsje Sjongers" aus der Provinz Friesland. Deren Homepage ist wirklich sehenswert. Auch wer des Niederländischen nicht mächtig ist, wird dort viel Schönes entdecken – Auftrittsfotos, das Repertoire (mit Tonbeispielen) und die bisherigen CD-Veröffentlichungen.

https://shanty-choere.de:
Wie viele Shanty-Chöre gibt es eigentlich in Deutschland? Die vom Wunstorfer Shanty-Chor gestaltete Web-Seite versucht sich an einer Auflistung, die aber sicherlich nicht vollständig ist. Spannend ist es aber schon, beim Durchklicken festzustellen, dass es sogar in Bayern, in Baden-Württemberg und in der Schweiz diverse Shanty und Seemannschöre gibt. Schade: Die Rubrik "Aktuelles" ist nicht sehr aktuell.

www.shanty.org:
Die Homepage der ISSA war zum Zeitpunkt unseres Seitenbesuchs leider nicht erreichbar – "under construction". ISSA ist die Abkürzung für "International Shantyand Seasong-Association". Die holländisch-deutsche Vereinigung fördert Shantys und Seemannslieder. Ihr gehören rund 500 Shanty-Chöre an.

www.otterndorfershantychor.de:
Die Wurzeln des Otterndorfer Shanty-Chors gehen bis in das Jahr 1831 zurück. Damals gründete Schulmeister Johann Hermann Mehrkens einen Singverein - der Vorläufer des heutigen Shanty-Chores. Wer weiter in die Historie abtauchen will, findet in der Rubrik "Chronik" viele Infos. Gut gefüllt ist auch der Terminkalender der Otterndorfer Sänger, der ebenso einsehbar ist wie das umfangreiche Repertoire des Chors.

www.damen-shanty-chorcuxhaven-ev.de:
Shanty-Gesang ist eine reine Männerdomäne? Könnte man meinen. Aber in Cuxhaven haben auch die Damen die Freude an den maritimen Melodien entdeckt. Der 1990 gegründete Damen-Shanty-Chor stellt sich, seine Historie, die Chorleiterin und den Vorstand ausführlich im Internet vor.

Cuxhavener Nachrichten, Christian Mangels, 13.06.2018

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